Mitglieder:
  • Franz Kolbeck (Teamleiter)
  • Walter Lauber
  • Stefan Mayr
  • Florian Mayr
  • Günther Mayr
  • Nico Biebel
  • Alexander Bivec

Maschinist bei der Feuerwehr:

Bei jeder Feuerwehr, egal ob freiwillig, Berufs- oder Werksfeuerwehr, benötigt es Feuerwehrmänner- und frauen, die zum Führen eines Löschfahrzeuges berechtigt sind: die Maschinisten.

Zu den Hauptaufgaben eines Maschinisten gehört es, Mannschaft und Gerät sicher zur Einsatzstelle zu fahren, dort die Feuerlöschkreiselpumpe sowie Sonderaggregate zu bedienen und bei der Entnahme von Gerätschaften zu helfen. Oftmals obliegt ihm auch die Überwachung der eingesetzten Atemschutzgeräteträger.
Nach dem Einsatz muss das Feuerwehrfahrzeug getankt und im Gerätehaus voll einsatzbereit gemacht werden.

1908, vor nun mehr über 100 Jahren, unterschieden sich die Aufgabengebiete des Maschinisten zur heutigen Zeit lediglich in der Technik.
So war es damals vorrangig seine Tätigkeit, sich um die Pferde zu kümmern, die den Spritzenwagen zogen und diesen sicher zur Einsatzstelle zu lenken.
Den Spritzenwagen zu bedienen war eine mechanische Arbeit, die deutlich mehr Muskelkraft forderte, als in der Gegenwart.

Heute hat Markt Schwaben mit knapp 13.000 Einwohner eine beachtliche Größe erreicht.
Um ihrer Aufgabe zur Gefahrenabwehr für die Bevölkerung gerecht zu werden, verfügt die Feuerwehr Markt Schwaben heute über einen modernen Fuhrpark, der von den Maschinisten weit mehr Wissen und Können abverlangt als vor 100 Jahren.

Dazu kommt ein weiteres großes Aufgabengebiet der Feuerwehr: Verkehrsunfälle.
So steht nicht nur die Brandbekämpfung im Vordergrund, sondern auch die „Technische Hilfeleistung“.
Ein aktuelles Löschfahrzeug transportiert neben der Feuerlöschkreiselpumpe auch Gerätschaften wie beispielsweise Stromerzeuger, Hydraulische Rettungsmittel und Beleuchtungseinrichtungen.

Grundsätzlich kann sich jeder Feuerwehrmann/-frau zum Maschinisten ausbilden lassen, er sollte jedoch vorher das eigentliche Feuerwehrhandwerk beherrschen, den dementsprechenden Führerschein besitzen und ein großes Verantwortungsbewusstsein mit sich bringen.
Um das Löschfahrzeug, den Rüstwagen oder die Drehleiter blind beherrschen zu können, hat ein junger Maschinist einen langen Weg vor sich: nach dem erfolgreichen Abschluss eines Lehrgangs der Kreisbrandinspektion Ebersberg oder an einer der staatlichen Feuerwehrschulen, wird jeder Maschinist durch das Maschinisten-Team auf die Fahrzeuge der Feuerwehr Markt Schwaben eingewiesen.
Bevor er ein Feuerwehrfahrzeug im Einsatz fahren darf, muss er bei Übungen und bei Bewegungsfahrten sein Können unter Beweis stellen und einen sicheren Umgang im Straßenverkehr zeigen.
Unterstützt wird dies zum Beispiel durch die Teilnahme an Fahrsicherheitstrainings.

Hat der angehende Maschinist gezeigt, dass er Verantwortung für die bis zu 9-köpfige Besatzung übernehmen und das Fahrzeug auch mit Blaulicht sicher führen kann, darf er es im Einsatzfall fahren und bedienen.
Seine Aufgaben sind nun regelmäßiges üben mit der Feuerlöschkreiselpumpe und den Sonderaggregaten, denn im Einsatz muss jeder Handgriff sitzen.

Neben Löschfahrzeugen und einem Rüstwagen verfügt die Feuerwehr Markt Schwaben über ein weiteres besonderes Feuerwehrfahrzeug: die Drehleiter.
Diese zu führen ist eine der schwierigsten Aufgaben eines Maschinisten. Eine spezielle Ausbildung ist notwendig, da alleine bei der Fahrzeugaufstellung sehr viele Dinge wie Untergrund, Abstützung der Drehleiter oder freie Bewegung für den Drehkranz zu beachten sind.

Um die Tätigkeiten des Maschinisten gut erfüllen zu können, werden sie von einem eigenem Team, dem Maschinistenausbilder-Team, unterstützt und in regelmäßigen Übungen geschult.
Neben der Ausbildung sind weitere Aufgabengebiete die Planung von Umbauten oder die Platzierungen von neuem Equipment in den Gerätefächern der Fahrzeuge.
Bevor ein neuer Maschinist ein Feuerwehrauto im Einsatz führen darf, benötigt er die Freigabe durch das Maschinistenausbilder-Team.