Rauchwarnmelder retten Leben, Hab und Gut

Ein Feuer breitet sich blitzartig aus. Innerhalb weniger Sekunden entsteht schwarzer Rauch, der durch Türen und Fenster dringt. Etwa 200.000 Mal pro Jahr brennt es in deutschen Privatwohnungen, oft schaffen es die Bewohner nicht, den Flammen zu entkommen. Die Folgen sind Brandverletzungen und Rauchgasvergiftungen. Rauchwarnmelder können diese Szenarien verhindern. Die Zahl der Brandtoten ist in den letzten 15 Jahren dank der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ um rund 50 Prozent gesunken, dennoch fehlen in sehr vielen Haushalten immer noch die lebensrettenden Warngeräte. Dabei sind Rauchmelder für wenig Geld zu haben und auch die Installation ist einfach zu bewerkstelligen.

Meldertypen: sichere Lösungen für jede Wohnsituation

Inzwischen tummelt sich auf dem Markt eine bunte Vielfalt an Meldertypen. In privaten Haushalten werden vor allem Funkrauchmelder, optische Brandmelder, Wärmemelder oder Rauchgasmelder eingesetzt. Daneben gibt es noch Designer-Brandmelder, Feuermelder, die vor Zigarettenrauch warnen, beispielsweise in Nichtraucherzonen oder Rauchwarngeräte, die nach Auslösen eines Alarms automatisch eine SMS verschicken. Der Fachhandel bietet sichere Lösungen für jede Wohnsituation. Welcher Meldertyp der richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Wohnungsfläche, Zimmeranzahl und Einsatzzweck. Qualitäts-Brandmelder verfügen über sensible Sensoren, die nicht nur auf Qualm, sondern auch auf Temperaturschwankungen reagieren, Hochwertige Geräte lösen Alarm bei Schwelbränden aus und unterscheiden Dämpfe in Küche oder Bad von Brandrauch.

Wo sind Brandmelder gesetzlich vorgeschrieben?

Rauchwarngeräte sollten neben VdS-Prüfsiegel und CE-Zeichen immer mit der Kennung EN 14604 versehen sein. In Bundesländern mit Rauchmelderpflicht sind Brandmelder in Kinderzimmern, in Schlafräumen und in allen Zugangswegen beziehungsweise Fluchtwegen wie Flur oder Diele vorgeschrieben. Mindestens ein Feuermelder sollte auf jeder Etage installiert werden, weitere in den Wohnräumen. Für die Montage in Bad und Küche gelten keine gesetzlichen Vorgaben, jedoch gibt es je nach Bundesland Unterschiede hinsichtlich der Rauchmelder-Empfehlungen. Zudem unterscheiden sich die Vorgaben bei Neu-, Um- und Bestandsbauten. Die Länder haben Übergangsfristen erlassen, die oft stark voneinander abweichen. So schreibt die Bayrische Bauordnung die Ausrüstung mit Rauchmeldern für Neubauten und Bestandsbauten ab 01.01.2018 vor, laut Bauordnung Baden-Württemberg gilt die gesetzliche Vorschrift bereits ab 01.01.2015.

Ist der Versicherungsschutz gefährdet?

Rauchwarngeräte leisten unschätzbare Dienste und warnen Bewohner rechtzeitig vor Feuer und Rauchgas. Besonders in der Nacht sorgen Brandmelder dafür, dass auch Schlafende die Feuergefahr bemerken und genug Zeit haben, um zu entkommen. Wer eine Gebäudeversicherung oder Hausratversicherung abschließt, ist verpflichtet, sich über gesetzliche Sicherheitsregelungen zu informieren. Das gilt auch für die Rauchmelderpflicht. Derzeit scheiden sich die Geister, ob der Versicherungsschutz bei unsachgemäßer Verwendung von Rauchwarngeräten verweigert oder eingeschränkt werden darf. Allerdings müsste nachweisbar sein, dass dem Eigentümer oder Mieter ein Fehler unterlaufen ist, der zu einem Brandschaden geführt hat. Das lässt sich jedoch nur schwer beweisen. In der folgenden Infografik sind alle Neuregelungen zur Rauchmelderpflicht in Deutschland aufgeführt.

Infografik Quellenangabe: http://www.rauchmeldershop-online.de/